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Unter die Haube gebracht

20 Nov

Geheiratet wird zwar bei diesem DIY nicht, doch wenn Blume auf Glasglocke trifft, dann gibt es auch hier kein Zurück mehr.

 
Glasglocke, bell jar oder cloche – das Mini-Gewächshaus für zu Hause hat viele Namen. In einer Zeit, in der Gewächshäuser für die meisten zu teuer waren, wurden Glasglocken im Gartenbau des 19. Jahrhunderts insbesondere zur Frühtreiberei eingesetzt. Heute erlebt die Haube im Deko-Bereich eine regelrechte Rennaissance. Grund genug mich selber daran zu versuchen :). Für mein Exemplar wählte ich: Christrosen, Limonium, Trommelstöckchen, Moos, Zweige und Eukalyptusblätter. An Zubehör brauchst du eine Glasglocke, Steckmasse und Kupferspray.
 
 
Zunächst sprühe ich die Zweige kupferfarben an und lege sie zum Trocknen zur Seite. In der Zwischenzeit schneide ich die (grüne) Steckmasse auf die benötigte Größe zurecht und lasse sie sich in einer Schale mit Wasser selbstständig vollsaugen. Hier ist es wichtig, die Steckmasse nicht bewusst ins Wasser zu drücken, damit keine Luftlöcher entstehen. Auch sollte die Steckmasse nicht einfach unter den Wasserhahn gehalten werden, da sie dann nur oberflächlich Feuchtigkeit aufnimmt und in der Mitte trocken bleibt. Nachdem sich die Form mit Wasser vollgesogen hat, platziere ich sie in der Mitte des Fußes und lege mithilfe der Zweige das grobe Gerüst des Gestecks fest. Im Handumdrehen verschwindet die unschöne Steckmasse unter einem Bett aus Moos. Da Christrosen der Mittelpunkt meines Arrangements werden sollen, fange ich auch mit diesen an.
 
 
Alle anderen Blumen ordne ich um die Christrosen an und variere sie in der Höhe. Wem der Boden zu moosig ist, der kann einzelne Blätter von z.B. Christrosen ebenfalls in die Masse stecken. Damit bekommt der Boden nicht nur etwas Volumen, sondern auch grünes Leben.
 
 
 
Nun kommt der schönste Part: Vorsichtig hebe ich die Glasglocke über die Blumen. Die Zweige können dabei etwas störrisch sein, dann einfach liebevoll nachhelfen ;). Geschützt unter der Haube kommen die Blumen problemlos mehrere Stunden ohne Sauerstoff aus – also perfekt als Deko für ein Abendessen oder eine Feier. Spätestens über Nacht sollten sie jedoch wieder an die frische Zimmerluft. Auch die Steckmasse darf nicht vergessen werden: Einfach alle zwei Tage etwas Wasser über das Moos gießen.
 
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